Das soziale Web und der SEO

23 November 2009 von Alf Drollinger Kommentieren »

Post to Twitter

Das Web2.0 ist vor allem durch Blogs, Wikis und Social Bookmarking der Allgemeinheit bekannt und zugänglich.

Ich werde im Zuge von SEO-Maßnahmen immer wieder gefragt, ob es mit Twitter, Facebook & Co. nicht viel einfacher sei, sein Google-Ranking zu verbessern. Es wäre ja relativ einfach umzusetzen:

Bei einem Kunden mit ca. 600 Mitarbeitern wird einfach jeder Mitarbeiter dazu verdammt, mindestens fünf Bookmarkdienste oder ähnliches mit einem entsprechenden Link auf die Kundenwebseite zu versorgen und das ganze dann eifrig zu twittern. Als nächstes soll jeder Mitarbeiter sich auf Facebook und Xing anmelden und die entsprechende Fanpage oder das Firmenprofil dort bereichern. Durch diese SEO-Maßnahme könnte man sich dann Online-Pressearbeit und Forenarbeit ersparen und wäre auf einen Schlag ganz weit vorne.

Meine kurze Antwort dazu: Ähhm, nö. So einfach funktioniert es leider nicht.

Aber nun zur Langversion:

Es ist unnötig an dieser Stelle die nicht-zählbaren Links durch nofollow-Attribute oder Redirects zu diskutieren, denn im Endeffekt sollte man zwischen zwei Dingen differenzieren:

  • Erhöhen der eingehenden Links für das Ranking
    Selbst wenn Google allen Links bei Del.icio.us, Mister Wong & Co. folgen sollte und jeden Kram bei Twitter und Facebook mitbekommt. Wie viel kann so ein Link noch wert sein und wie qualifiziert ist er. Forenarbeit und Präsenz auf Branchenportalen ist jedenfalls vergleichsweise effektiver. Social Bookmark Spamming ist modernes Link Farming und Banner Exchanging, beides hat – wenn überhaupt – nur sehr kurze Zeit funktioniert.
  • Imagewerbung und stärken der Marke im Internet
    Tatsächlich ist es möglich nachhaltig in Image und Marke zu investieren oder sie ebenso nachhaltig zu schädigen (z. B. http://www.denquer.de/social-media-deutschland/der-fail-jako-eine-kleine-chronologie/ – komischerweise fällt hier kein Beispiel ähnlich positiv auf). Aber was unabsichtlich negativ passieren kann, sollte auch im positiven möglich ist es. Der Einfluss auf das Ranking und die Wahrnehmung der Marke ist aber auch hier mit einer Menge Arbeit verbunden und die Spam-Grenze ist schnell überschritten.

Um zu prüfen, ob Social Bookmarks, Facebook Fanpages, XING-Profile und Twitter-Ströme in der Lage sind das Google Ranking zu beeinflussen, starte ich also heute einen Feldtest. Die Ergebnisse werden wohl in einigen Wochen vorliegen und hier berichtet.

Related posts:

  1. Social Media All-in-One
  2. RSS-Feed mit TYPO3, Google, Twitter & Co.
  3. Google sucht nicht nach Chuck Norris
  4. SEO-Serie Part 2.1: On-Page Optimierung mit TYPO3
  5. Social Media Serie Part 2 – Social Web Plattformen und Portale
Werbung

Hinterlasse eine Antwort