SEO-Serie Part 2: On-Page Optimierung Basics

9 Juli 2010 von Alf Drollinger Kommentieren »

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Dieser Artikel gehört zur SEO-Serie, die ich vor längerer Zeit mit den wichtigsten Begriffen begonnen habe. Heute möchte ich etwas praktischer weitermachen und die beiden Bereiche der Suchmaschinenoptimierung (SEO oder SMO), nämlich On-Page behandeln.

Suchmaschinenoptimierung teilt sich in zwei Bereiche auf. Alles was direkt auf der zu optimierenden Seite durch Programmierung, redaktionelle Arbeit, strukturellen Aufbau und Keyword-Optimierung vorgenommen wird fasst man unter

On-Page Optimierung

zusammen. Qualifizierte Links von Partnerseiten, Portalen und weitere Maßnahmen des Linkbuilding nennt man dementsprechend Off-Page. Wir beginnen mit der On-Page Optimierung.

Die On-Page Optimierung umfasst ein großes Spektrum an technischen, strukturellen und redaktionellen Möglichkeiten. Diese voll auszuschöpfen bedeutet also zuerst mal einen sauberen technischen Aufbau. Das funktioniert sowohl mit reiner Handarbeit und gutem altem HTML als auch durch die Verwendung von generierten Webseiten z. B. mittels PHP und wird insbesondere interessant, wenn man ein Content Management System wie TYPO3 einsetzt, eine eCommerce Plattform wie z. B. Magento Commerce verwendet, mit WordPress eine Blog betreibt oder sogar alles auf einmal unter einer Webseite vereint. Je komplexer die Systeme und der Aufbau der Webseite sind, desto schwieriger kann eine durchgängige On-Page Optimierung werden. Oftmals findet man dazu aber geeignete Extensions, Module oder Plugins. Insbesondere die Verwendung von Flash, Ajax und Javascript stellen einen noch vor Probleme, aber zuerst mal die Basics:

On Page technisch ermöglichen

Wenn das Grundtemplate nicht ordentlich programmiert ist, d. h. entweder durch verschachtelte Tabellenlayouts oder HTML-Validierungsfehler bereits schwer für Suchmaschinen-Spider zu lesen ist, macht man es sich unnötig schwer. Ähnliches gilt für die Verwendung von CMS-Systemen oder Webbaukästen, die unsinnige Navigationsverschachtelungen generieren, von Haus aus Duplicate Content erzeugen oder total kryptische Parameter-URLs erzeugen. Jede unten genannte Maßnahme trägt positiv zur gesamten On-Page Optimierung bei. Manche Faktoren machen eine ordentliche Optimierung gar unmöglich.

Der erste Tipp also:
Wenn Ihre Webseite erfolgreich in Suchmaschinen sein soll, wählen Sie Ihr CMS oder Shop-System mit Bedacht und planen Sie von Anfang an (u. U. auch finanziell) entsprechende Erweiterungen mit ein. Sorgen Sie weiterhin für ein korrektes HTML-Konstrukt und eine durchgängige Navigation. Wählen Sie einen performanten Hostingpartner und betreiben Sie Plattformen wie TYPO3 und Magento Commerce nur auf entsprechend ausgerüsteten Servern.

Die Wahl des Servers

Es mag komisch klingen, aber manche Server unterstützen Ihr Optimierungsvorhaben andere hindern Sie. Die Performance des Servers auch zu Spitzenzeiten (und insbesondere wenn Google vorbeischaut) sind der erste Grund, die Nachbarschaft der (oft vergessene) zweite. Wenn Sie einen Shared Hosting Tarif wählen, was aus Kostengründen bei kleineren Webauftritten ja legitim ist, dann prüfen Sie zumindest, wer sich noch auf dem Server befindet und ob verdächtige Nachbarn nicht eventuell Linkfarmen betreiben. Tools dazu folgen in Kürze in einem neuen Post oder noch besser, fragen Sie Ihren Hoster. Ich hab das mal ausprobiert und war überrascht.

Wo wir gerade bei den Nachbarn sind. Es gibt nicht nur Nachbarn, die auf dem selben Server gehostet werden oder sich im selben IP-Netz befinden, sondern auch Linknachbarn. Seiten auf denen Sie verlinkt sind werden von Suchmaschinen genauso beachtet, als Seiten auf die Sie verlinken. Es ist also nicht jeder Link, der auf Ihre Seite geht wertvoll. Achten Sie darauf, wenn Sie sich irgenwo eintragen. Seien Sie im speziellen gewarnt, wenn ein Branchenportal oder ein ähnliches Webangebot einen Backlink von Ihnen verlangt. Aber da sind wir schon an der Schwelle zur Off-Page Optimierung, dazu später mehr.

Insbesondere die Verfügbarkeit des Webservers ist ein oft vernachlässigtes Thema. Manche werden lachen, aber ein Hoster sagte mir mal: “… unsere Webserver werden nachts zwischen 02:00 und 02:30 gesichert, da sind dann die Webseiten nicht erreichbar, aber um die Zeit surft ja auch keiner”. Doch, Google! Achten Sie darauf, dass Ihr Server rund um die Uhr verfügbar ist.

Für internationale Webseiten ist übrigens auch die Wahl des Serverstandorts entscheidend. Wenn Ihre Webseite z. B. auch in Australien Kunden gewinnen soll, empfiehlt es sich auch auf diesem Kontinent einen Server zu platzieren, die Übersee-Anbindung ist definitiv langsamer als der direkte Zugriff vor Ort. Verteilte Server werden natürlich auch von Google erkannt und entsprechend honoriert. Dies aber nur zur Vollständigkeit, da wir uns an der Stelle schon im Enterprise-Umfeld befinden.

Nicht zuletzt werden die Verfügbarkeit und die Performance natürlich auch durch das gewählte CMS oder Shopsystem sowie den eventuellen Einsatz von Minifying, GZIP-Kompression, konsolidiertem CSS und JS (Merge) sowie Caching Mechanismen beeinflusst.

Domainalter, Domainname, Toplevel

Ich habe schon so oft gehört: “der Domainname spielt keine Rolle” oder das andere Extrem: “reservieren Sie jeden Begriff als eigene Domain”. Beide Aussagen sind falsch. Die Domain spielt eine Rolle und sorgt gleich für mehrere Ranking Faktoren. Das wichtigste ist das Domainalter. Google vertraut älteren Domains wesentlich stärker als frisch reservierten. Wenn Sie also seit 14 Jahren den Domainnamen firmenname-gmbh.de betreiben, lassen Sie sich nicht einreden firmenname-wichtiges-suchwort.de wäre besser. Die ältere Domain gewinnt fast immer. Mehrere Domains mit verschiedenen Keywords zu reservieren und alle auf die gleiche Webseite zu verlinken ist ebenfalls kontraproduktiv, denn aus Googles Sicht ist das schlicht duplicate Content. Sogenannte Satellitenseiten mit eigens dafür geschriebenen Inhaltstexten für diese Domains einzurichten ist zumindestens nicht ohne Risiko und funktioniert nur dann, wenn man es nicht übertreibt. Weniger wichtig aber im Einzelfall doch interessant ist der verwendete Toplevel. Zwischen .de, .com, .net und weiteren verbreiteten Toplevel macht Google keinen Unterschied, bei sogenannten Second Level Domains wie z. B. de.vu ist das auf jeden Fall anders. Also Fazit: alte Domain = bestens, alter Domainname mit Keyword = noch besser.

Anweisungen an Suchmaschinen – die robots.txt

Kann man Suchmaschinen steuern? Hmm, ganz wenig – aber JA! Und man sollte die Möglichkeiten auch voll ausschöpfen. Die Datei robots.txt sollte zumindestens auf jeder ordentlichen Webseite vorhanden sein. Sie wird von allen relevanten Suchdiensten beachtet, da man Google & Co. damit verbieten kann, bestimmte Inhalte (auch Bilder) in den Suchindex aufzunehmen. Deshalb wird eine Suchmaschine als allererstes die Datei robots.txt prüfen. Ist die Datei nicht vorhanden, gehen Suchmaschinen zwar davon aus, dass Sie alles mitnehmen dürfen, haben aber bereits bei diesem ersten Aufruf ein “aber”. Ist eine robots.txt vorhanden, wird sie auch stringent beachtet. Dabei tatsächlich bestimmte Verzeichnisstrukturen für Suchmaschinen zu verbieten ist auf jeden Fall kein Nachteil.

Favoritenicon – Favicon.ico

Ebenfalls von Suchmaschinen standardmäßig gespidert wird das favicon.ico (das kleine Symbol wird links in der Adressleiste in Browsern und eben in den Favoriten angezeigt). Viele Suchmaschinenexperten halten das zwar für Unfug, aber ich denke wer viele Tage und Wochen Arbeit in die Suchmaschinenoptimierung investiert, der sollte die paar Minuten aufwenden auch ein Favicon zu hinterlegen. Es wird von Google auf jeden Fall gesucht, das kann man anhand von Logfiles erkennen. Und ähnlich wie bei der Robots.txt wird eine 404-Fehlermeldung erzeugt, wenn es nicht da ist. Wir möchten Google & Co. ja nicht mit Fehlermeldungen begrüßen.

Noch mehr Extras für Suchmaschinen – XML-Sitemaps

XML-Sitemaps sind automatisch generierte Dateien, die Suchmaschinen eine strukturelle Übersicht geben. Besser bekannt als Google Sitemap ist diese Erfindung eine gute Möglichkeit den Suchmaschinen nicht nur die Struktur, sondern vielmehr auch die Wichtigkeit von Unterseiten zu liefern. Da XML Sitemaps auch das Änderungsdatum der Seite beinhalten, spart Google durch die Sitemap eine Menge Strom. Es werden nur noch Seiten neu indexiert, die sich anhand der Sitemap-Informationen auch geändert haben. Fazit: Google wird sie mögen. XML-Sitemaps können Sie Google, Bing und Yahoo über die entsprechenden Webmaster-Tools bekannt machen. Noch eine Empfehlung: achten Sie darauf, dass Ihre Sitemap auch funktioniert und sich automatisch aktualisiert, sonst wird Ihnen der vermeintliche Vorteil zum Verhängnis. Mehr über XML-Sitemaps und entsprechende Erweiterungen für TYPO3, WordPress und Magento Commerce in Kürze.

Jetzt das Konzept

Sie haben es bemerkt, wir sind schon seit geraumer Zeit bei der On-Page Optimierung und noch keine Zeile Code wurde geschrieben. Aber ich kann Sie beruhigen, die technischen Voraussetzungen sind damit abgeschlossen und es kann jetzt losgehen. Noch nicht mit Programmieren aber mit einem konkreten Konzept. Denn der meistgemachte Fehler ist meines Erachtens die herangehensweise an den (Re)-Launch einer Webseite oder eines Webshops: Erst wird gestaltet, dann programmiert und zuletzt optimiert.

Das Konzept beginnt mit der Zielsetzung der Webseite. Gehen wir davon aus, dass Ihre Zielsetzung hauptsächlich die Gewinnung von Neukunden über Online Marketing ist und dabei Suchmaschinen eine große Rolle spielen. Mit diesem Ziel ist also eindeutig auch Suchmaschinenoptimierung ein Thema für Sie und die technische, strukturelle und inhaltliche Entwicklung sollte darauf eingehen.

Entscheiden Sie also in diesem Fall bewusst gegen problematische Techniken und verzichten Sie beispielsweise auf ein Flash-Intro, Navigationselemente in Flash oder reine Javascript-Navigation ohne Fallbacklösung. Betrachten Sie Ihre Startseite sowie Hauptseiten (Produktübersicht, Produktdetailseiten u. ä.) mit der Google-Brille. Überlegen Sie, wie Sie die wichtigsten Keywords auf der Seite platzieren und denken Sie über entsprechende Texte nach. Verzichten Sie auch auf die verwendung von grafischem Text. Wenn Sie Texte kunstvoll mit dem Grafikprogramm setzen, kann eine Suchmaschine ihn nicht erkennen. Wertvolle Schlüsselworte gehen Ihnen damit verloren.

Apropos Schlüsselworte. Bevor Sie die Seitenstruktur und Inhalte Ihrer Webseite festlegen, sollten Sie eine eingehende Keywordrecherche vornehmen und festlegen, welche Keywords sind unverzichtbar, wichtig und sinnvoll. Die unverzichtbaren Keywords mit hohem Suchvolumen und einer Affinität zu Käufern oder zumindest ernsthaften Interessenten gehören definitiv auf die Startseite, wichtige Keywords sollten auf Haupt- und Produktseiten präsent sein und sinnvolle Keywords sollten zumindest irgendwo auf der Webseite auffindbar sein. Zum Thema Keyword-Recherche und Keyword-Optimierung wird auch noch ein eigener Artikel entstehen, da dieses Thema sicherlich nicht gerade einfach und verständlich in ein paar Zeilen zu erörtern ist. Wichtig an dieser Stelle nur: zuerst die Keywords, dann die Webseite!

Als nächstes denken Sie bitte über die Struktur Ihrer Webseite nach. Es macht wenig Sinn, wenn Ihre wichtigsten Produktseiten in der Webseitenstruktur erst in der siebten Unterebene erscheinen. Grundsätzlich ist Ihre Startseite wie zuvor erwähnt der wichtigste Platz für Keywords, danach Seiten, die direkt auf der Startseite verlinkt sind, dann die dritte Ebene und so weiter und so weiter. Sehen Sie also auf der Startseite eine entsprechende Navigation vor oder verpacken Sie Ihre Keywords in kleine Produktteaser.

Startseite des eswe Shops mit Magento Commerce

Startseite des eswe Shops mit Magento Commerce

Der Screenshot zeigt eine vorbildliche Umsetzung für Besucher sowie ein optimales Keyword-Placement auf einer Shop-Startseite. Auf http://www.eswe.de können Sie sich das Ergebnis im Detail ansehen.

Desweiteren sollte Ihre Startseite natürlich News enthalten. Ohne News oder wechselnde Produktteaser ist auf der Startseite keine Veränderung sichtbar. Suchmaschinen werden sich also nach dem dritten Besuch Ihrer unveränderten Startseite fragen, ob es überhaupt sinnvoll ist, Ihre Webseite öfters zu besuchen. Je länger die Intervalle der Crawler werden, desto geringer wird Ihr allgemeines Ranking ausfallen. Das wird sich mit der Zeit auch auf Ihre Platzierung in den Keyword-Ergebnissen auswirken. Planen Sie auf Ihrer Startseite also auch News-Teaser, Sonderangebote oder ähnliches ein, um Google bei der Stange zu halten.

Erst wenn die konzeptionelle Arbeit abgeschlossen ist, darf ein Designer oder Programmierer ans Werk gehen. Beide haben sich jetzt nach Ihrer Zielsetzung und den daraus resultierenden Richtlinien zu richten.

Na endlich – Layout und Design

Jetzt können wir endlich mit der Umsetzung der Seite starten. Sie haben Ihre Vorgaben alle erarbeitet und der Designer kann mit der Umsetzung der Startseite beginnen und danach direkt Hauptseiten, Produktseiten und weitere Unterseiten designen und layouten. Optimalerweise hält er Kontakt zu einem SEO-Profi und dem Programmierer, denn sein Design ist umso wertvoller, wenn es suchmaschinentauglich ist, denn sonst bekommt es später niemand zu Gesicht.

Die Programmierung – das HTML-Template

Egal welches CMS-System, welchen Blog oder Online-Shop Sie einsetzen, es wird immer auf eine HTML-Vorlage aufbauen, die auf Basis der Designvorlagen aufgebaut und dann in den entsprechenden System eingesetzt wird. Entgegen landläufiger Meinung ist es dabei schwieriger und evtl. auch teurer mit wenig Zeilen Code auszukommen. Je weniger Zeilen Code und damit auch Verschachtelungen Ihr HTML-Template benötigt, desto suchmaschinenoptimierter ist es. Dabei sind folgende Grundregeln zu beachten:

  • Verschachteln ist böse
    bitte keine Tabellenkonstrukte oder DIVitis (<div>-Tags achtfach ineinander verschachtelt), sondern besser im CSS arbeiten und Placements nutzen.
  • Schlanker Code ist schön
    Verzichten Sie auch auf Inline-Styles oder gar veraltete HTML-Formatierung. CSS gibt es schon länger und das einbinden von CSS-Dateien hält den suchmaschinenrelevanten Teil der Seite extrem schlank. Insbesondere bei Verwendung von TYPO3 oder Magento Commerce ist ein Grundtemplate mit fünf DIVs oftmals ausreichend, alles weitere sollte dann auf maximal zwei DIV-Ebenen platzierbar sein. Ein gutes Vorbild ist dabei z. B. das YAML-Template.
  • Verstecken ist meistens auch böse
    vergessen Sie schwarzen Text auf schwarzem Grund, Schriftgrad Null oder Placements außerhalb des sichtbaren Bereichs. Google ist nicht blöd! Verzichten Sie auch auf zuviele Javascript-Features, die Text austauschen. Obwohl Google inzwischen verbreitete AJAX-Technologien wie Wechselteaser oder Accordions erkennt, wird sofort sichtbarer Text oft besser gewertet.
  • Machen Sie Bilder lesbar
    Verwenden Sie ALT- und TITLE-Tags und verzichten Sie nicht auf sichtbare Bildunterschriften. Google liebt das. Was für die Bildersuche funktioniert wird Sie auch in der Webseitensuche nach vorne bringen.
  • Achten Sie auf gutes Markup
    Verwenden Sie H1 bis H6 anstelle von gestylten DIVs und SPANs und nutzen Sie die Macht von gutem HTML-Markup. Nutzen Sie alle Attribute, die HTML Ihnen bietet. Schreiben Sie Ihre Navigationen als Listenelement (UL) anstatt der DIVitis zu verfallen. Auch bei Menüs und anderen Elementen können Alternativtexte platziert werden.
  • META-Tags
    Während in Villarriba noch diskutiert wird, wird in Villabajo schon Geld gezählt. Ob Google noch META-Tags beachtet oder nicht, keiner hat jemals die Aussage getroffen, sie seien nachteilig. Also sehen Sie einfach saubere META-Tags vor. Zu diesem Thema werde ich wohl auch noch irgendwann einen eigenen Post schreiben müssen *seufz*.
  • Valider Code ist Trumpf
    Es ist möglich eine schöne Webseite W3-valide umzusetzen. Wer etwas anderes behauptet, hat es noch nicht versucht. Invalide Bereiche werde von Suchmaschinen im schlimmsten Fall nicht beachtet. Wenn Sie also Ihre keywordoptimierten Texte in einer DIV-Verschachtelung sitzen haben, die nicht sauber geschlossen wird, hat Ihr SEO-Texter eventuell für die Katz geschrieben. Auch dazu werde ich noch mehr schreiben müssen, da dieses Thema eindeutig unzureichend Beachtung findet, denn auch valides CSS und fehlerfreies JS sind für Suchmaschinenoptimierung inzwischen unabdingbar.

Wenn Sie (oder Ihr Programmierer) diese Regeln beachtet haben, sollten Sie nach getaner Arbeit eigentlich ein 25-zeiliges HTML-Template, ein paar wenige CSS- und JS-Dateien in Händen halten, die in dem System Ihrer Wahl für eine valide und sauber strukturierte Ausgabe von ordentlichem Markup sorgen und dabei noch eine gut aussehende Webseite generieren. Es sollte jetzt mit geübten Handgriffen möglich sein:

  • Eine Startseite zu generieren
    die eine Vielzahl Ihrer Produkte verlinkt und die wichtigsten Keywords innerhalb dieser Linktags und H1 oder H2-Überschriften enthält. Von dort aus sollten die wichtigsten Seiten und auch eine ordentliche Sitemap erreichbar sein.
  • Eine Navigation zu generieren
    die auf einem ordentlichen Markup basiert und sowohl für Besucher als auch für Crawler sinnvoll zu “browsen” ist.
  • Seiten mit Text und Bild zu generieren
    die automatisch ALT- und TITLE-Tags enthalten, einfach zu pflegen sind (egal ob CMS oder Shopsystem versteht sich) und natürlich auch ordentliche TITLE-Tags und URLs produzieren.

Und so in etwa sieht dann eine optimierte Inhaltsseite aus:

Webseite mit Optimierung

Webseite mit Optimierung

Sowohl der Title-Tag, (nicht sichtbare) Meta-Tags, die URL, diverse Links, H1- und H2-Überschriften und natürlich der Inhaltstext enthalten das Keyword “TYPO3″.

In den nächsten Tagen habe ich geplant speziell auf On Page Optimierung mit TYPO3, Magento Commerce und WordPress (meine 3 Lieblinge) einzugehen. Sicherlich sind darin auch interessante Informationen für Drupal, Joomla, XT Commerce uvm. zu finden, auf die ich aber mangels Kenntnis nicht im Speziellen eingehen kann. Meine weiteren Versprechen werde ich im Laufe der nächsten Wochen einlösen. Ich werd damit auf jeden Fall nochmal detailliert auf einige speziellen Punkte der On-Page Optimierung eingehen und den Mythos Tunnelseite (neudeutsch Doorway Page), Landing Pages und Satelliten behandeln.

Also … wir lesen uns!

Gruss,

Alf

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12 Kommentare

  1. Seolizer sagt:

    Bin über t3n gekommen und muss sagen guter Artikel mit viel Wissen und auch Spaß dabei.wenn tatsächlich die versprochenen follow-ups kommen, ist dann etwas mehr an Tricks drin? Insbesondere Doorway Pages würden mich interessieren, weil ich da so nen akuten Fall habe

    Bei dem Artikel ist mir auch grad so eine Idee dazu gekommen: wenn Google & Co. die robots.txt lesen, wäre es dann denkbar, die Seite vorübergehend ein Stück weit zu manipulieren (also nicht komplett eine andere Seite auszuliefern, sondern evtl. lediglich einige Tunnelseiten zusätzlich auf der Startseite zu verlinken, damit Google sie indiziert?)

  2. MageWorker sagt:

    Freut mich, dass es hier weitergeht. Allerdings fehlt mir noch einiges an Praxisbezug. Für viele ist sicherlich klar, was mit “gutem Markup” gemeint ist, aber Praxisbeispiele, Codehäppchen und etwas mehr Tiefe wären bei der Ankündigung “praktischer weiterzumachen” sinnvoll gewesen. Meine Erwartungshaltung wurde insofern nicht ganz erfüllt. Jetzt warte ich voller Spannung auf den Magento-Artikel …

  3. Gute Idee. Funktioniert aber nicht. Google & Co. kündigen sich nicht durch lesen der robots.txt an, so dass man eine automatisierte “wenn Robots.txt gelesen, dann SEO-Seite ausliefern”-Regel machen könnte. Ebensowenig kann man die robots.txt dazu mißbrauchen, Suchmaschinen auf eine andere Fährte zu führen. Auch andere (für kurze Zeit erfolgreiche) Techniken wie Browserweichen sind an der Stelle nicht anwendbar. Von allen Methoden des Index-Spamming (vgl. Googles Webmaster Guidelines) ist abzuraten. Zugegeben, wir haben früher auch mal versucht, Google mit Apaches mächtigen Rewrite-Funktionen besser zu gefallen, sind aber heute geläutert.

    Nichtsdestotrotz eine sehr gute Idee für meinen Artikel zu Doorway-Pages, an dem ich gerade schreibe. Danke fürs Feedback!

    Gruß,
    Alf

  4. Mike Keller sagt:

    Hallo, ich bin begeistert von Ihren Ausführungen, können Sie mir mitteilen wie man die Keywords am besten hinterlegt?
    zBsp. sollte man CD Hülle Ejector, Ejector Case,Ejector Hülle,Ejector Ringbuch verwenden oder reicht
    CD,Hülle,Ejektor,Case,Ringbuch
    MfG
    Mike Keller
    und weiter so

  5. Man sollte es jedenfalls nicht ganz so offensichtlich machen. Einige Tricks:

    Antworte immer auf den richtigen Blogpost, nicht Themenfremd
    Vermeide schwülstige Formulierungen
    Verwende Keywords, aber nicht ganz so offensichtlich
    Verlinke die Keywords als Deeplinks auf Landingpages

    Bei einem SEO-Blogpost wäre ein Kommentar mit Keyword-Link und Landingpage evtl. gar nicht so aufgefallen, wenn er mit einem einfachen kurzen Lob begonnen hätte und das ganze dann als ordentliches Beispiel gebracht worden wäre. Möglicherweise hätte ich dann als Anschauungsbeispiel den Link drin gelassen.

    Gruss,
    Alf

  6. Mike Keller sagt:

    Hallo Herr Drollinger,

    habe das jetzt nicht gant verstanden.
    Ich meinte wenn ich Keywords auf der entsprechenden Seite hinterlege sollte man dann wirklich jedes Keyword was möglich ist auflisten oder reicht es wenn bei mehreren Keywords ein gleiches Wort enthalten ist dies nur einmal mit Koma getrennt aufführt?
    zBsp. sollte man schwarze Ejector Case,blaue Ejector Case, rote Ejector Case, grüne Ejector Case verwenden oder reicht
    blaue,schwarze,rote,grüne,Ejektor Case,
    MfG
    Mike Keller
    hier mal der Link als Beispiel:
    http://www.topbueroshop.de/Shop/cd-rohlinge-und-aufbewahrung/cd-aufbewahrung-beschriftung/ejector-cd-huellen.html

  7. Hallo Herr Keller,

    ich habe ehrlich gesagt vermutet, dass der Kommentar nicht wirklich als Frage gedacht war, sondern lediglich einen Backlink bei mir platzieren sollte. Entschuldigung!

    In dem von Ihnen genannten Beispiel ist es auf jeden Fall ratsam den Begriff Ejector Case nicht vielfach zu wiederholen, da es auch eine Spamgrenze gibt, die man nicht überschreiten sollte. Also ist “Ejector Case, grün, blau, gelb, kariert” die bessere Wahl. Anders würde es sich verhalten, wenn die Begriffe als Such-String zusammengehören wie z. B. “Ejector Case, CD Hülle, CD Rohling, DVD Ejector Case, CD Ejector Case”.

    Beste Grüße,
    Alf

  8. Mike Keller sagt:

    Hallo Herr Drollinger,
    danke für die Hilfe, war schon ernst gemeint, da ich schon so viele Meinungen gehört habe.
    Werde das ganze jetzt so umstellen.
    Werde Ihren Blog weiterempfehlen, ist super.
    MfG
    Mike Keller

  9. Hallo Herr Keller,

    es gibt tatsächlich unterschiedliche Meinungen bzw. Erfahrungen zu diesem Thema. Ich finde es wichtig und richtig, zwischen einem zusammengehörigen Wortpaar und einer “spam-mäßigen” Wortwiederholung zu unterscheiden.

    Viel Erfolg beim Optimieren!

    Gruß,
    Alf Drollinger

    P. S. An alle, die mitlesen … mein Blog ist gerade etwas eingerostet, da ich momentan voll in Projekten stecke. Es wird aber Anfang 2011 eine Überraschung geben … und dann geht es wieder richtig los.

  10. Mike Keller sagt:

    Hallo Herr Drollinger, habe wieder mal eine Frage.
    Ich habe Ihre Abhandlung zum Thema Keyword Dichte gelesen und mich natürlich gleich an die Optimierung gemacht. Nun schreiben Sie man sollte es nicht übertreiben ansonsten wird es als Keyword Spam erkannt. Ab welcher Keyword Dichte wird es denn Ihrer Meinung nach zu viel ?
    Danke für die Antwort
    Mike Keller

  11. Hallo Herr Keller,
    tja … eine einfache goldene Regel gibt es nicht, da nicht nur das Verhältnis Keyword zu gesamter Textlänge zählt, sondern vielmehr auch endlose Aufzählungen oder eine schlechte Keywordverteilung als “Spam” gelten.

    Beim Aufbau eines Inhaltstextes, der auf ein einzelnes Keyword optimiert werden soll ist als erstes die H1-Überschrift mit dem Keyword (einmal) auszustatten, dann dürfte auch eine H2-(Unter)überschrift mit demselben Keyword werben und (als grober Anhaltspunkt) in einem Text mit 4 Absätzen jeweils 1 bis maximal 2 mal das Keyword enthalten sein.

    Es gilt also zusätzlich zur Keyworddichte die Keywordverteilung und ein allgemein guter Schreibstil mit Grammatik, Absätzen und allem was dazu gehört.

    Wer das Ganze hochprofessionell betreiben möchte, kann für die Ermittlung der Keyworddichte samt Spamgrenze eine Software wie z. B. die Ranking Toolbox von Acebit einsetzen.

    Gruß,
    Alf Drollinger

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