SEO-Serie Part 3.1: Off-Page Optimierung Praxis

23 August 2011 von Alf Drollinger Kommentieren »

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Ich habe es versprochen: die SEO-Serie geht weiter und nach den Off-Page Optimierung Basics kommt die Praxis. Was sind die besten Links und wie finde ich geeignete Seite um diese Backlinks zu platzieren? Welche Techniken kann ich dafür anwenden? Die Antworten:

Linkbuilding

Sie werden es bereits vermuten: Nach der On-Page Optimierung ist Linkbuilding die Aufgabe, die am meisten Zeit, Geduld und auch Geld kostet. Denn während man auf der eigenen Seite ohne weiteres Veränderungen in der Programmierung, Inhaltsgestaltung und im Aufbau vornehmen kann, ist die Aufgabe Links auf anderen Seiten zu platzieren nicht immer einfach.

Viele Seiten auf denen man gern Links platzieren würde, sind für uns unerreichbar.

Die besten Links

Branchen- und sprachenunabhängig gelten zwei Portale als die besten Backlinkpartner: Wikipedia und DMOZ (auch bekannt als Open Directory Projekt, ODP oder Google Verzeichnis). Von beiden darf man annehmen, dass Google den dort platzierten Links vertraut, weil Menschen dafür sorgen, dass qualitativ hochwertige Inhalte (und damit auch Links) auf den Seiten landen.

Bei DMOZ ist dieser Status seit längerem anzuzweifeln, obwohl eines stimmt: es ist unheimlich schwierig, einen Link dort zu platzieren. Die Eintragung geht eigentlich leicht von statten, aber freigeschaltet wird der Link erfahrungsgemäß nie. Einigen SEO-Blogs und Foren zufolge ist DMOZ tot. Leider hat Google das noch nicht mitbekommen. Wer einen Link dort hat, darf sich also freuen. Alle anderen können es zwar mit einer Eintragung versuchen, sollten aber von Tipps älteren Datums: “tragen Sie sich möglichst in hunderte Kategorien in DMOZ ein, damit nachher wenigstens 10 Links darin gelistet werden” nicht beirren lassen und nicht zu viel Zeit damit verschwenden.

Bei Wikipedia ist ein Zweifel ausgeschlossen oder kennen Sie ein Keyword, bei dem Wikipedia nicht auf der ersten Suchseite auftaucht? Wikipedia ist demnach die Königsdisziplin, an der sich fast alle SEOs wahrscheinlich schon mal die Zähne ausgebissen haben. Denn einen Link auf Wikipedia zu platzieren ist nahezu unmöglich, es sei denn Ihr Unternehmen oder Produkt hat eine so große Relevanz, dass es von Wikipedianern als Allgemeinwissen eingestuft wird. Und Wikipedianer sind im Gegensatz zu armen zahnlosen SEOs ziemlich bissige Monster, die alle Netiquette über Bord werfen, Ihren Eintrag rigoros löschen und dann unter Verwendung einiger gepflegter Boshaftigkeiten auf die Prinzipien von Wikipedia verweisen. Dennoch gibt es Chancen, bei Wikipedia unterzukommen und Ihren wahrscheinlich wertvollsten Link zu platzieren. Am besten mit einer Unternehmensseite vergleichbar mit EDEKA (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Edeka). Die Regeln, die Sie sich bei EDEKA abgucken können:

  • Machen Sie keine, wirklich keine Werbung
  • Schreiben Sie nicht im wir-Stiel
  • Strukturieren Sie Ihren Artikel
  • Seien Sie historisch
  • Bieten Sie Zahlen und Quellen

Sie sind gar kein über 100 Jahre altes Unternehmen und beschäftigen keine viertelmillion Mitarbeiter? Dann vergessen Sie Wikipedia.

Folgerichtig wäre es jetzt angebracht ein paar alte Kumpels wie Bill Gates und Steve Jobs anzurufen und um einen Link auf den Startseiten von Microsoft.com und Apple.com zu bitten. Wer keine Handynummer von den beiden hat, muss auch hier passen.

Demotiviert? Weiter gehts!

Nachdem wir uns die besten Links höchstwahrscheinlich aus dem Kopf geschlagen haben, möchte ich Ihnen echte Chancen aufzeigen, effektiv Links zu platzieren. Wenn Sie sich von meinen ersten Sätzen bereits demotiviert sind, ist Linkbuilding nicht der richtige Job für Sie. Sie sollten überlegen, eine Agentur mit der Aufgabe zu betrauen. Allgemein muss man sich von solchen Rückschlägen unbeeindruckt zeigen, denn viele Backlinks werden zuerst mal funktionieren und …ups… dann auf einmal verschwunden sein. Wie bei Wikipedia gibt es auch in Foren und auf anderen Webseiten Moderatoren, sie etwas dagegen haben, als Linkschleuder missbraucht zu werden.

Trotzdem wird es mit einiger Energie und etwas Köpfchen möglich sein, einige wertvolle Backlinks zu platzieren. Dazu ist es sinnvoll mit folgenden Werkzeugen zu arbeiten:

Eigene Satelliten

Den Aufbau eigener hochoptimierter Seiten auf eigenen Domains nennt man Satelliten. Die Idee dahinter ist einfach. Reservieren Sie sich eine Keyword-Domain wie z. B. “Currywurstbude-Karlsruhe.de” und optimieren Sie den Begriff auf der gesamten Seite. Egal ob Sie auch Schnitzel, Pommes und Salat verkaufen, diese Webseite dient nur der Optimierung Ihrer Currywurst. Verlinken Sie diese Seite nun mit ordentlichen Ankertexten auf die Produktseite Currywurst Ihrer Hauptseite, z. B. so: <a href=”http://www.imbiss-karlsruhe.de/currywurst.html title=”Die beste Currywurst in Karlsruhe”>Currywurst beim Imbiss Karlsruhe</a>. Das selbe Spiel wiederholen Sie mit allen Produkten und Keywords bzw. Keyword-Kombinationen. Denken Sie dabei jedes mal an die On-Page-Optimierung Ihres Satelliten und ziehen Sie auch in Betracht, Ihren Satelliten wiederum Off-Page zu optimieren.

Beim Aufbau von einigen wenigen Satelliten ist das Prinzip noch einfach. Je mehr Produkte Sie optimieren müssen, desto schwieriger wird das Spiel. Beachten Sie, dass die Taktik auch von Google durchschaut und evtl. sogar bestraft wird. Wenn Sie viele Satelliten aufbauen, wird Google nicht nur irgendwann Ihre Satelliten abwerten, sondern auch die Zielseite. Google sieht nämlich durch die Registrierungsdaten der Domain, durch den Inhalt des Impressums und durch das Hosting auf dem gleichen Server durchaus den Zusammenhang zwischen der Hauptdomain und den Satelliten.

Wer also ein ganzes Link-Netzwerk aus Satelliten aufbauen möchte, der sollte auch die Zusammengehörigkeit der Domains und Webseiten verschleiern, indem er

  • auf verschiedenen Server bzw. bei verschiedenen Providern hostet
  • die Domain nicht unter eigenem Namen registriert
  • andere Daten im Impressum hinterlegt
  • ein abweichendes Markup auf den Satelliten verwendet

Während der Aufbau von einer Hand voll Satelliten noch recht einfach ist und noch nicht in aller Deutlichkeit gegen die Google Richtlinien verstößt, ist der Aufbau eines Satelliten-Netzwerks also eine sehr umfangreiches und durchaus gefährliches Unterfangen. Das Problem ist meistens die Ungeduld und Unachtsamkeit. Wer meint ein Link-Netzwerk ist in zwei Wochen aufgebaut, der wird auch dann bestraft werden, wenn er sonst alle Kleinigkeiten beachtet hat. Wer sich in Geduld übt und irgendwann einen kleinen Fehler bei der Registrierung der Domains gemacht hat, wird auch sein Ranking verspielen.

Link-Netzwerk

Ein Link-Netzwerk baut man also nur mit viel Erfahrung, Geduld und genügend Strohmännern (d. h. unterschiedliche Hostings und Seiten-Eigentümer) auf. Natürlich muss ein Link-Netzwerk nicht nur auf Basis eigener Satelliten konzipiert werden. Es ist durchaus sinnvoll, die eigenen Satelliten durch externe Backlinks zu stärken und erst dann auf die Hauptseite zu verlinken, wenn man sich sicher ist, nicht doch einen Google Penalty für übertriebenes SEO-Engagement zu kassieren. Durch diese Vorgehensweise kommt man evtl. in die Verlegenheit, mal einen Satelliten zu verbrennen, aber nicht die wertvolle Hauptdomain zu schädigen.

Da ich der Meinung bin, dass der Aufbau eines Link-Netzwerkes eher Profis überlassen werden sollte oder mindestens einige SEO-Erfahrung dafür nötig ist, werde ich das Thema an dieser Stelle nicht weiter vertiefen. Vielleicht gibt es dazu irgendwann einen eigenen Blogpost. Wer sich in der Tiefe mit Link-Networking befassen möchte, der sollte in Google nach “Linkwheel”, “Linkpyramide” oder “link pyramid” suchen.

Blog

Ein sehr beliebtes Thema ist der Blog. Google liebt Blogs. Naja, sagen wir lieber Google liebt guten Inhalt. Der Vorteil der meisten Blogs ist, dass tatsächlich ein sehr guter Content enthalten ist und die Inhaltsstruktur sehr viel Aktualität bietet. Es ist daher eine sehr gute Idee, Backlinks von guten Blogs zu setzen.

Der beste Blog ist natürlich, wenn wir den Inhalt selbst erstellen. Wir wissen, dass wir guten Inhalt produzieren und dass die Texte nicht geklaut sind und wir haben 100%ige Kontrolle über die Links. Ein Vorteil von Blogs ist, dass wir auf WordPress oder Blogger (aka Blogspot, ein kostenloser Dienst von Google selbst) eigene Blogs ohne monatliche Kosten erstellen können. Wir müssen uns auch keine Gedanken über das HTML-Template und die CMS-Technik machen. Es geht tatsächlich nur um den Aufbau aktueller und interessanter Inhalte.

Bei aller Einfachheit denken Sie aber bitte daran: der Blog ist dann wertvoll, wenn alle paar Tage etwas darauf passiert und am wertvollsten ist er, wenn die Artikel so interessant sind, dass Besucher ihn sogar freiwillig verlinken. Bevor Sie also Ihre kostenlosen Blogplattfomen erstellen, denken Sie erst über Inhalte nach. Bedenken Sie auch, dass bei mehreren Blog-Plattformen auch mehrere Inhalte erstellt werden sollten, Copy&Paste ist verboten. Erst wenn Sie ein Konzept haben, regelmäßig guten Content zu publizieren, dürfen Sie starten.

Wenn Sie mit Ihrem Blog gestartet sind und die ersten Erfolge (sich von selbst generierende Backlinks und steigende Besucherzahlen) einstellen, dürfen Sie sich natürlich gerne mit weiteren Blog-Themen wie Trackbacks, Pings, Pingbacks und der Vernetzung mit RSS, Feedburner und Social Media beschäftigen. Lassen Sie sich von der Vielfalt neuer Techniken und Begriffe aber nicht erschrecken, eigentlich ist Bloggen ganz einfach.

Forenarbeit

Früher waren Foren (und Gästebücher) der beliebteste Platz für Backlinks. Heute gibt es mehrere Hürden zu nehmen. Erstens haben viele Forenbetreiber bzw. Moderatoren etwas dagegen, dass Sie sich anmelden und Ihr erster Forenbeitrag gleich der Eigenwerbung dient, zweitens werden Links in Foren oft durch nofollow-Attribute entwertet und drittens altert ein Forenbeitrag im Zeitraffer. Forenarbeit ist also kein schnelles Link-Platzieren und weg, sondern redliche Arbeit. Am besten ist es, sich auf tatsächliche Fragen in Foren zu engagieren und diese ehrlich zu beantworten. Dann wird einem der platzierte Backlink auf das eigene (problemlösende) Produkt auch nicht gleich übel genommen.

Anders gesagt: wer in einigen Foren aktiv ist und auch regelmäßig darin arbeitet, wird belohnt. Wer sich in allen möglichen Foren anmeldet um einfach nur Backlinks zu streuen, wird viele Rückschläge in Kauf nehmen müssen.

Social Bookmarking

Ein sehr populäres Thema ist Social Bookmarking. Da in den Social Bookmark Portalen ein Backlink einfach zu platzieren ist, eine Beschreibung und Tags den Link eindeutig qualifizieren und das Platzieren von Links eigentlich immer auf Anhieb klappt, sollte man Social Bookmarking ohne Frage mit in die Optimierung einbeziehen. Man darf aber von Social Bookmarking auch keine Wunder erwarten, denn die Masse dort hinterlegter Links machen Social Bookmarks erst ab einer gewissen Anzahl zu wertvollen Gesandten. Google zählt also die Anzahl von Bookmarks. Wer es schafft, mehrere hundert Bookmarks unter verschiedenen Benutzern auf verschiedenen Plattformen wie Mister Wong, Delicious, Linkarena etc. zu generieren, wird wahrgenommen. Ein einzelner Link zählt dagegen fast nichts. Am besten funktioniert Social Bookmarking, wenn man anderen Nutzern durch interessante Inhalte einen Grund gibt, die Seite zu bookmarken. Alternativ kann man natürlich selbst einige hundert Benutzer erstellen oder Links kaufen, aber davon möchte ich in diesem Fall explizit abraten.

Social Media

Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. bieten ähnlich zu den Social Bookmarks die Möglichkeit Links zu platzieren. Auch hier gilt: besser andere dazu motivieren, als selbst klägliche Streuversuche zu unternehmen. Natürlich muss man, um andere Nutzer ins Boot zu bekommen, selbst auf diesen Plattformen aktiv werden. Diese Möglichkeiten habe ich bereits in meinen Blogartikeln zum Thema Socia Media beschrieben.

Online-PR

Sehr interessant ist der Bereich Online-PR. Presseportale bieten Stand heute noch die Möglichkeit qualifizierte Backlinks zu platzieren. Das Publizieren von Presseberichten ist (wenn er denn geschrieben ist) recht einfach und größtenteils auch kostenlos. Besser noch als Presseportale ist natürlich die Online-Fachpresse oder Regionale Zeitung mit Online-Auftritt. Hier ist es im Vergleich zu Presseportalen, die nur eine Registrierung benötigen, notwendig echte Pressekontakte aufzubauen. Das Thema Online-PR ist sehr umfassend und die Anzahl der Portale wächst stetig. Deshalb bin ich gerade dabei auch zu diesem Thema einen eigenen Artikel zu schreiben.

Branchenportale und Themenportale

Besonders gut für unsere Aufgabe, Backlinks zu generieren, eignen sich Branchen- oder Themenportale. Natürlich gibt es ein solches Portal nicht zum Selbstzweck und ein Betreiber wird höchstwahrscheinlich etwas Geld für einen Link verlangen, aber ein gut platziertes Portal ist es unter Umständen wert. Wertlos hingegen ist es, als Gegenleistung einen Link zurück zum Portal zu setzen. Betreiber, die das von Ihnen verlangen, führen oftmals etwas im Schilde, was sich mit Ihrem Ziel hochqualitative Backlinks zu erstellen, meist nicht deckt. Bei Portalen ist es auch vergleichsweise am wichtigsten, auf die Qualitätsfaktoren zu achten (siehe weiter unten), da es in diesem Bereich mehr schwarze als weiße Schafe gibt.

Weitere Backlinks

Je nach Produkt und Branche gibt es noch viele Möglichkeiten, Backlinks zu platzieren. Um Ihnen allgemein noch einige Ideen zu geben, folgende Beispiele:

Als Sanitärprofi und Heizungsbauer sollten Sie sich beispielsweise auf den Herstellerseiten umschauen, ob es ein Händlerverzeichnis gibt. Verbauen Sie beispielsweise oft Buderus, Viessmann, Hansgrohe und Geberit, dann sollte jede dieser Webseiten auf die Möglichkeit geprüft werden, einen Link im Händlerverzeichnis zu platzieren.

Umgekehrt haben Sie als Hersteller ein Partnernetzwerk, dass unbedingt genutzt werden sollte um eine Themenführerschaft im Internet zu erreichen. Wenn Sie Ihre Handelspartner anleiten, qualifizierte Backlinks auf Ihre Produktseite oder eine spezielle Themenseite zu setzen, schaffen Sie sich ein Linknetzwerk, dass auch mit aller Energie durch manuelles Linkbuilding nicht zu schlagen ist.

Als Hersteller von Maschinengestellen haben Sie wahrscheinlich viele Kunden aus der Maschinenbaubranche. Wenn Sie es schaffen, diese Partner auch zu einer Online-Zusammenarbeit zu bewegen und sich gegenseitig zu verlinken, haben Sie eine Win-Win-Situation geschaffen, die beiden nutzt.

Ähnliches gilt natürlich für alle anderen Branche. Nutzen Sie Offline-Kontakte und Partnerschaften, um auch Online gemeinsam stärker zu werden.

Gute Linkpartner finden

Beachten Sie auf jeden Fall bei der Suche nach Partnern die Regeln für qualifizierte Backlinks, egal ob es sich um einen Blog, ein Forum oder eine andere Content-Seite handelt. Dies gilt, wie gesagt, insbesondere für Themenportale, Branchenportale und Regioportale (von allgemeinen Gelben Büchern mag ich Ihnen schon fast global abraten). Prüfen Sie jedesmal anhand der Qualitätsfaktoren für Links (siehe Artikel Off-Page Optimierung Basics), ob der Linkpartner überhaupt für Sie in Frage kommt. Bedienen Sie Google, als wären Sie Ihr Kunde und suchen Sie sich die Bestplatzierten, um Backlinks zu erstellen.

Geduld!

Erstellen Sie keine 100 Links auf einmal (es sei denn, Sie haben schon 10.000, dann fällt es nicht mehr auf). Automatische “Submitter” und Eintragsdienste bauen auf diesem Fehler, der Ungeduld, auf. Fangen Sie mit den einfacheren, evtl. weniger qualifizierten Links (Verlinkung der URL oder Bildlink anstatt Ankerlink) an und setzen Sie zwischendurch immer mal wieder einen hochqualifizierten Premium-Link. Google analysiert die Entwicklung von Backlinks und wird mistrauisch, wenn dabei ungewöhnliche Effekte auftreten. Ein sehr schnell zu durchschauender Linkaufbau wäre z. B. die Verteilung immer gleicher Ankerlinks (wie <a href=”http://www.firma.de/heizung.html”>Heizung, Ölheizung, Gaszeizung, Solar, Gastherme bei Firma</a>, das fällt ja sogar dem ungeübten Auge auf, dass da was nicht stimmt).

Genau gegen das Prinzip der Geduld gibt es eine Maßnahme, die schnell viele Backlinks verspricht: der Linkbait. Obwohl wir damit gegen die Geduld-Regel verstossen, wird ein gut gemachter Linkbait funktionieren, aber was ist diese Superwaffe der SEOs eigentlich?

Linkbait – die Superwaffe

Bait = Köder. Ein Linbait ist als das Auswerfen eines Köders, um schnell viele (und am besten auch unterschiedliche) Backlinks zu bekommen. Ein sehr alter und durchaus gewagter Linkbait war z. B. der “Blow Job Award” von Neckermann. Die Macher dieses Linkbaits sind zwar ein hohes Risiko eingegangen, schließlich kann sich Neckermann als sehr seriöses Versandhaus auch schaden, wenn es einen solches Produkt anbietet, aber die Strategie ist offensichtlich aufgegangen. Als Neckermann das Produkt Ende 2006 in die Fun-Abteilung aufgenommen hat und über gezielte Marketingaktionen, viraler Art, dieses “Gerücht” gestreut hat, haben tausende von Bloggern und Fun-Seiten darüber berichtet und natürlich direkt auf das Produkt verlinkt. Das Produkt gibt es schon lange nicht mehr im Neckermann-Onlineshop, aber die Links existieren größtenteils noch heute.

Einen einfacheren Weg, viele (aber nicht sehr unterschiedliche) Backlinks zu bekommen, gehen einige Plattformen, indem Sie eine Art Qualitätssiegel für Webseiten anbieten. Ein Hostingunternehmen kann beispielsweise eine sogenannten Badge von Webhostlist auf der eigenen Webseite platzieren, der eine geprüfte Qualität und Erreichbarkeit attestiert. Diese Vorgehensweise ist prinzipell auf viele andere Unternehmen und Branchen anwendbar, erfordert aber eine sehr gute Idee und funktioniert nur dann, wenn bereits eine gewisse Popularität der Webseite gegeben ist, da sonst die Gleichartigkeit der Backlinks für eine Abwertung der Links sorgen.

Der Linkbait ist also tatsächlich eine sehr gute Möglichkeit, die Erstellung von Backlinks zu automatisieren. Damit aus dem Traum eines jeden SEO kein Albtraum wird, muss aber nicht nur die Idee für den Linkbait, sondern vielmehr auch das gesamte Konzept dafür stimmen.

Fazit

Linkbuilding ist enorm wichtig, die Reputation der eigenen Webseite und damit verbunden, das Ranking in Suchmaschinen, zu verbessern. Aufgrund des Aufwands und vieler Fehlerquellen, sollte man Linkbuilding nur bis zu einem gewissen Grad auf eigene Faust betreiben und sich dann lieber professionel beraten lassen. Professionelle Agenturen bieten dafür Konzepte und spezielle Dienstleistungen an. Wer sich auf die Suche nach einer Agentur begibt, der sollte auf jeden Fall vorweg prüfen, ob die Agentur ihr eigenes Google-Image im Griff hat. Eine der bekanntesten SEO-Agenturen taucht in der Google Suche beispielsweise sofort mit dem Zweitbegriff “Betrug” auf, dieser Agentur würde ich kein Vertrauen schenken.

Abgesehen von redlicher Arbeit (Googeln, Googeln, Googeln und gut platzierte Backlink-Partner finden) und guten redaktionellen Inhalten (egal ob Blog, Pressebericht o. ä.) ist auch immer die Idee (siehe Beispiel Linkbait) ausschlaggebend. Am besten wird sich derjenige Positionieren, der vorab eine Konkurrenzanalyse macht und dann zielsicher auf die Überholspur wechselt um das Ranking für sich zu entscheiden. Eine Konkurrenzanalyse zeigt auf, welche Keywords der Wettbewerb bewirbt, welche Rankings erreicht werden und mit welchen Optimierungsmaßnahmen der Mitbewerber arbeitet. So können auch gezielt die Domains und Seiten ermittelt werden, auf denen der Konkurrenz seine Backlinks platzieren konnte.

Die SEO-Software und Tools für diese Aufgabe bringe ich demnächst in einem Blogartikel in eine Übersicht. Bis dahin, viel Erfolg beim Optimieren!

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9 Kommentare

  1. Mageworker sagt:

    Ich will ja nicht in die Sparte der bösen Kritiker bei dir, aber der eigentlich wichtigste Teil steht hier recht unscheinbar so nebenbei im Fazit.

    Der Absatz ” Am besten wird sich derjenige Positionieren, der vorab eine Konkurrenzanalyse macht …” ist eigentlich das interessanteste am ganzen Artikel und genau die Vorgeherweise würde mich interessieren.

  2. Mageworker sagt:

    ähm: Vorgehensweise, weil deutscher ;)

  3. Hmm, hast recht … ist deutscher ;)

    Ernsthaft, das ist tatsächlich einer der wichtigsten Punkte im Linkbuilding, aber halt auch seeehr umfangreich. Ich sammle ja schon etwas länger SEO-Tools für den entsprechenden Blogpost, der hoffentlich bald fertig wird. Danach wäre auch ein konkretes Howto zum Thema Konkurrenzanalyse denkbar.

    Gib mir mal ein Jahr Zeit.

  4. Mageworker sagt:

    Nicht schon wieder ein Jahr. Würde mich echt brennend interessieren.

  5. OK, ich geb mir Mühe ;-)

    Ich mache aber keine Versprechen mehr, gelernt ist gelernt.

  6. Pierre sagt:

    Guter und umfangreicher Artikel. Zur Geduld möchte ich hinzufügen, dass nur mit nachhaltigem Handeln etwas erreicht werden kann.
    Auch sollten Hoffnungen auf schnellen Erfolg aufgegeben werden, grade Offpage SEO ist langwierig, kostet nerven und bringt nur auf Dauer etwas.

  7. Nachhaltiges Handeln ist tatsächlich ein treffender Ausdruck.

  8. Netter Beitrag. Freue mich mal wieder über einen neuen Beitrag in Magento, falls ihr noch einen macht.

  9. Ich habe ja einige Blogposts in Vorbereitung, aber Magento ist recht wenig dabei. Andere Idee: Du könntest einen schreiben … *grins*

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